Ansprechende Magento Templates erstellen<br><span>Individuelle Anpassungen</span>
// Kapitel 06

Ansprechende Magento Templates erstellen
Individuelle Anpassungen

Templates, zu Deutsch Vorlagen, sind Systeme, die inhaltlich das Layout eines Webauftritts beschreiben. Häufig wird der Begriff Template mit Theme ausgetauscht und gleichbedeutend verwendet. Platzhalter in diesen Vorlagen werden dann später mit Inhalten gefüllt. Viele Webanwendungen haben solche Templatingsysteme, auch Magento. Der Umgang mit dem flexiblen Templatesystem von Magento benötigt ein wenig Grundverständnis und Einarbeitung in die Shopware als Ganzes. Die verwendete Skriptsprache der Templates ist PHP, zum Einsatz kommen außerdem XML-Dateien, die ebenfalls eine Hürde für Einsteiger darstellen können. Wird ein eigenes Template erstellt, muss die Struktur der E-Commerce-Software im Blick behalten werden. Wer sein eigenes Theme programmiert, insofern das nötige Know-how vorhanden ist, schafft sich ein Layout, das genau den individuellen Anforderungen und Wünschen entspricht.

Zwei grundlegende Regeln, um Änderungen, die man am Magento System vornimmt, im Falle eines Fehlers immer nachverfolgen zu können, sind:

1. Keine Änderungen am Core oder Base-Theme ändern 2. Alle Änderungen protokollieren

Vorgefertigte generische oder selbst programmierte Templates?

Beim Herunterladen von Magento ist das Basis Template automatisch mit dabei und ist bereits, besonders für Magento-Neulinge, mit allem ausgestattet, was ein Webshop braucht. In der Version Magento 2 wird meist das Default Template LUMA angewendet, bevor individuelle Anpassungen vorgenommen werden. Es enthält alle grundlegenden Funktionen und Designoptionen, die an eine modernes Theme gestellt werden. Es gibt natürlich eine ganze Reihe an fertiger Templates und Themes in den Weiten des Internets, die im eigenen Magento 1 oder 2 Store installiert und verwendet werden können. Nachteil solcher vorkonfigurierter Templates ist allerdings, dass sie nicht selten schlecht programmiert oder nicht besonders leistungsstark sind und damit die Interaktionen verlangsamen. Häufig sind zudem Funktionen enthalten, die nicht für das eigene Layout benötigt werden und damit die Systemressourcen unnötig verknappen. Individuell erstellte Templates sind wesentlich passgenauer auf den eignen Shop abstimmbar.

Essenzielle Anforderungen an ein Design Template

Ob nun generisches oder selbst programmiertes Design Template, die Anforderungen an eine Vorlage im Zahn der Zeit sind die gleichen. Zunehmend mehr Einkäufe werden über mobile Endgeräte (Tablet, Smartphone) getätigt. Es muss also selbstredend darauf geachtet werden, dass das Layout und die Bedienbarkeit nicht nur auf dem Desktop-PC und dem Laptop optimal sind, sondern auch auf diversen Smartphones und Tablets mit unterschiedlichen Betriebssystemen, Bildschirmgrößen und -auflösungen. Ist das Theme nicht responsive, also auf den verschiedensten Endgeräten hervorragend bedienbar, verliert man mit Sicherheit nicht wenige Kunden oder Interessenten. Denn für einen schlecht gestalteten und unübersichtlichen Webshop aufgrund schlechtem Layout fehlt den meisten schlicht die Zeit und die Geduld. An diesen Punkt schließt sich die nächste Anforderung, das gute User Experience, an. Darunter sammeln sich neben einer optimalen Usability auch emotionale Komponenten, die den Käufer und Interessenten animieren. Reine Funktionalität und intuitive Bedienung durch gut platzierte Buttons, übersichtliche Menüführung reicht nicht mehr. Die subjektive Erlebnisqualität durch beispielsweise eingesetzte Social-Media-Elementen ist ein weiterer nicht zu unterschätzender Faktor. Ist das Shopdesign auf die Blickgewohnheiten ausgelegt, vergeudet ein Besucher weniger seiner knappen und wertvollen Zeit damit, sich auf der Seite zurecht zu finden. Ein klares Layout zieht den Fokus auf die eigentliche Produkte. Allen voran gilt bei diesem Punkt vor allem die „Mobile First“-Prämisse, hinsichtlich des Designs aber auch der Ladegeschwindigkeit. Abhängig von der Branche des Shops sind unterschiedliche Templates mehr oder weniger sinnvoll.

Auch das Stichwort Child-Theme, einem untergeordneten Klon des übergeordneten Themes (Parent Theme) sollt eine Rolle spielen. Möchte man Änderungen vornehmen, sollte dies im Child-Theme passieren. So wird verhindert, dass das Haupt Theme verändert wird und man hat die Möglichkeit verschiedene Faktoren auszuprobieren ohne Schäden am Parent Theme zu verursachen. Besonders für Einsteiger eine sinnvolle Lösung.