TYPO3 versus WordPress<br><span>Vergleich der Systeme</span>
// Kapitel 02

TYPO3 versus WordPress
Vergleich der Systeme

Neben TYPO3 gehört WordPress zu den häufig genutzten Content-Management-Systemen, gerade in Deutschland. Beide CMS sind Open Source und eignen sich daher zur kostengünstigen Website-Pflege. Doch welches ist das beste System? Wir von Löwenstark stellen Ihnen in diesem Beitrag TYPO3 und WordPress gegenüber und erläutern Vor- und Nachteile beider Systeme im direkten Vergleich. Dabei zeigen wir Ihnen Unterschiede und Gemeinsamkeiten der CMS auf.

Unterschiede und Gemeinsamkeiten von TYPO3 und WordPress

Sowohl mit TYPO3 als auch WordPress können Nutzer unkompliziert die Inhalte ihrer Website verwalten, ohne über weiterführende Programmierkenntnisse zu verfügen. WordPress hat seinen Ursprung im Blog-Bereich. Inzwischen erstellen jedoch immer mehr Unternehmen ihre Website mit dem Programm und WordPress hat sich als vollwertiges Content-Management-System etabliert.

TYPO3 kommt bereits standardmäßig mit einem umfassenden Funktionsumfang daher und ist deshalb deutlich komplexer als WordPress. Gerade im Vergleich zu der hohen Komplexität von TYPO3 präsentiert sich WordPress als Leichtgewicht, lässt sich aber mittels Plugins weiter aufrüsten und damit an die eigenen Anforderungen anpassen.

TYPO3 erlaubt die einfache Erstellung von Webseiten in HTML5 und ist damit fit für die Zukunft. Auch in Sachen Responsive Design erfüllt TYPO3 die Ansprüche, die sich an ein modernes CMS stellen. Gerade bei der Verwaltung großer Datenmengen spielt das Content-Management-System seine Vorzüge aus. Hier bietet die umfassende Rechteverwaltung sowie das Multisite-Management eine Vielzahl an Nutzungsmöglichkeiten. Selbst mehrsprachige Websites lassen sich mit dem CMS unkompliziert umsetzen.

Programmierung

Bei den mit den Redaktionssystemen erstellten Websites zeigen sich im sichtbaren Bereich kaum Unterschiede. Diese liegen eher in der Bedienung, Ausstattung und Programmierung begründet.

Basis von TYPO3 und WordPress ist jeweils die Programmiersprache PHP, welche die in einer MySQL Datenbank erstellten Inhalte visuell darstellt. Dabei sind für die Erstellung beider Systeme auch CSS-Kenntnisse erforderlich.

TYPO3 erfordert daneben die Einarbeitung in die eigene Programmiersprache TypoScript. Dies ist bereits bei kleinen Anpassungen im Design und bei den Funktionen vonnöten. Allerdings gilt dies nur für den Administrator, nicht für den Anwender.

Bedienung

Der größte Pluspunkt von WordPress besteht in der einfachen Bedienung des Systems. Anwender finden sich ohne lange Einarbeitungszeit schnell in das CMS ein.

Im Vergleich dazu nimmt die Einarbeitung in TYPO3 mehr Zeit in Anspruch, weil das System deutlich komplexer ausfällt. Hat sich der User jedoch einmal in Content-Management-System eingearbeitet, profitiert er bei der Website-Pflege enorm von dem umfangreichen Funktionsumfang. Die hohe Komplexität des Systems kommt vor allem Websites mit komplexer Struktur zugute.

Sicherheit

Was die Sicherheit angeht, punktet TYPO3 im Vergleich zu WordPress deutlich. Während hinter TYPO3 eine große Community steht, bei der Sicherheit zu den obersten Prioritäten zählt, ist WordPress regelmäßig Ziel von automatisierten Hackerangriffen und weist bei der Sicherheit allerlei Defizite auf. Auch das TYPO3 Security Team kommt der Systemsicherheit enorm zugute.

Dabei ist bei WordPress weniger das System für die sicherheitsrelevanten Schwachstellen verantwortlich, sondern vielmehr die Plugins, die keinerlei Qualitätskontrolle unterliegen. Die hohe Anzahl massenhafter Hackerangriffe erklärt sich allerdings allein durch die hohe Verbreitung des Systems.

Design

Wenn es um die visuelle Darstellung der eingepflegte Inhalte geht, bieten beide Content-Management-Systeme den Anwendern eine große Auswahl an vorgefertigten Templates. Das ist eine der Gemeinsamkeiten beider Systeme. Allerdings liegt die Zahl der bereitgestellten Layouts, den sogenannten Themes, bei WordPress deutlich höher.

Die kostenlos zur Verfügung gestellten Themes bei WordPress erfüllen jedoch keine hohen Ansprüche an das Design. Hier sollten Unternehmen unbedingt auf die kostenpflichtigen zurückgreifen. Diese müssen allerdings noch an die eigene Webpräsenz angepasst werden.

Die große Verbreitung von WordPress führt dazu, dass sich mit dem CMS erstellte Seiten häufig ähneln und sich mit unter im Layout kaum von anderen Webseiten abheben. Daher sollten Unternehmen für einen individuellen Webauftritt die Konzeption eines eigenen Layouts erwägen, um sich optisch eindeutig von anderen Seiten zu unterscheiden.

Auch TYPO3 wartet bereits mit vorgefertigten Templates für Layout und Design auf. Wer mehr Individualität wünscht, für den ist die Entwicklung eines eigenen Layouts unausweichlich. Als Grundgerüst lässt sich dafür ein Theme verwenden, das direkt vom TYPO3-Entwickler stammt und nach eigenem Belieben verändert und erweitert werden kann.

Plugins

Zu den wesentlichen Gemeinsamkeiten beider Content-Management-Systeme gehört ihr modularer Aufbau. Sowohl für WordPress als auch für TYPO3 sind zahlreiche Plugins für die vielfältigsten Funktionen verfügbar. So kann jeder das Redaktionssystem auf seine eigenen Bedürfnisse individualisieren.

Im öffentlichen Extension Repository stehen für TYPO3 eine Vielzahl nützlicher Erweiterungen zur Auswahl. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, durch den offenen Code eigene maßgeschneiderte Extensions zu entwickeln. Auch für WordPress gibt es eine Fülle an kostenfreien Plugins, vom Kontakt-Formular bis zu Shop- und Foren-Funktionen.

Skalierbarkeit

In Bezug auf die Stabilität und Skalierbarkeit des Systems hat TYPO3 klar die Nase vorn, weil das Redaktionssystem selbst große Datenmengen problemlos verarbeitet. Dadurch läuft TYPO3 deutlich stabiler als WordPress und überzeugt durch eine gute Performance.

Gerade bei vielen installierten Erweiterungen ist WordPress dagegen anfällig für Abstürze und hat im Vergleich zu TYPO3 bei der Stabilität das Nachsehen. Bis der Fehler dann behoben ist, bleibt die Website in diesem Fall unerreichbar. Darunter leidet ebenfalls die Performance.

Kosten

Bei beiden CMS handelt es sich zwar um kostenfreie Open-Source-Projekte. Allerdings sollten Sie für den Aufwand, der mit der Installation von TYPO3 verbunden ist, Kosten von 250 Euro aufwärts veranschlagen.

Fazit: TYPO3 oder WordPress: Welches ist das beste CMS?

Aufgrund unterschiedlicher Ansprüche lässt sich die Frage, welches von beiden Systemen das beste ist, nicht pauschal beantworten. Hier kommt es in erster Linie auf die eigenen Anforderungen an.

WordPress spielt seine Vorzüge vor allem in der intuitiven Handhabung und der vielen kostenfreien Themes sowie Plugins aus. Sie werden dem CMS jedoch in Sachen Stabilität und Sicherheit schnell zum Nachteil, weil viele installierte Erweiterungen das System instabil und fehleranfällig machen. Für eine kleine Website mag das noch kein Problem darstellen, für große Unternehmen, die viel Umsatz über ihren Webauftritt generieren, ein klarer Nachteil.

In Bezug auf die Sicherheit und die Performance hat TYPO3 klar die Nase vorn. Durch die Komplexität des Redaktionssystem dauert zwar die Erstinstallation und die Einarbeitung für die Nutzer länger, bietet dafür aber auch mehr Flexibilität sowie maßgeschneiderte Lösungen für alle Ansprüche. Für komplexe sowie mehrsprachige Websites stellt TYPO3 ohnehin die bessere Wahl dar. Die Erstinstallation dauert nur noch wenige Sekunden.